Ich wurde bei der Job- oder Wohnungssuche oder am Arbeitsplatz diskriminiert. Wo bekomme ich Hilfe?
Diskriminierung wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität ist verboten. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und Beratungsstellen in Berlin unterstützen kostenlos; die Fristen sind kurz, also handle schnell.
Was das Gesetz sagt: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters und der sexuellen Identität. Es gilt im Arbeitsleben (Stellenanzeige, Vorstellungsgespräch, Gehalt, Beförderung, Kündigung) und bei Alltagsgeschäften (Wohnungsvermietung, Einkauf, Versicherungen usw.).
Fristen sind wichtig: Nach dem AGG musst du deine Ansprüche in der Regel innerhalb von zwei Monaten nach dem Vorfall schriftlich geltend machen. Eine Verlängerung der Frist wird diskutiert; frag eine Beratungsstelle nach der aktuellen Frist. Handle ohne Verzögerung.
Beweise sammeln: Schreib sofort auf, was passiert ist, mit Datum, Uhrzeit und Namen (Gedächtnisprotokoll). Bewahre E-Mails, Nachrichten, Anzeigen und Kontakte von Zeuginnen und Zeugen auf. Du musst die Diskriminierung nicht allein beweisen; Indizien, die auf eine Diskriminierung hindeuten, können ausreichen.
Anlaufstellen: Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes berät kostenlos und vertraulich: 0800 546 5465. In Berlin gibt es viele kostenlose Beratungsstellen; die passende findest du im Beratungswegweiser des Berliner Senats. Im Betrieb kannst du dich außerdem an die betriebliche Beschwerdestelle und, falls vorhanden, an den Betriebsrat wenden.
Diskriminierung durch Behörden: Hat dich eine Berliner Behörde oder öffentliche Stelle (zum Beispiel ein Bürgeramt, eine Schule, die Polizei oder andere Landesbehörden) diskriminiert, gilt das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG). Die LADG-Ombudsstelle unterstützt kostenlos; die Beschwerdefrist beträgt ein Jahr.
Hier bekommst du Hilfe
- Antidiskriminierungsstelle des Bundes 0800 546 5465
Antidiskriminierungsstelle des Bundes: kostenlose Beratung unter 0800 546 5465.
- Berlin: Beratung bei Diskriminierung (LADS / LADG-Ombudsstelle)
Kostenlose Beratungsstellen bei Diskriminierung in Berlin und die LADG-Ombudsstelle bei Diskriminierung durch Behörden.
Diese Informationen beruhen auf Erfahrungen aus der Community und ersetzen keine Rechtsberatung. Regeln können sich ändern; prüfe Wichtiges bei der zuständigen Stelle nach.
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