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Wie viel kostet der Tierarzt in Deutschland, und wonach richten sich die Preise?

Tierarztkosten richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Eine Praxis darf für eine Leistung das 1- bis 3-Fache des Satzes berechnen. Nachts, am Wochenende und an Feiertagen gilt mindestens das 2-Fache plus 50 € (netto) Notdienstgebühr.

Gesetzliche Gebührenordnung: Was Tierärztinnen und Tierärzte berechnen dürfen, regelt die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Sie legt für jede Leistung einen Einfachsatz fest. Eine Praxis darf nicht weniger als den einfachen Satz und normalerweise höchstens das Dreifache berechnen. Dazu kommt die Umsatzsteuer.

Beispiele (Einfachsatz, ohne Umsatzsteuer): Allgemeine Untersuchung bei Hund oder Katze 23,62 €, Injektion 11,50 €. Mit der neuen GOT im November 2022 sind viele Gebühren deutlich gestiegen. Auch Routineleistungen wie Impfungen oder Kastration können schnell Hunderte Euro kosten.

Im Notdienst: Nachts, am Wochenende und an Feiertagen wird mindestens das Zweifache und höchstens das Vierfache berechnet, dazu eine Notdienstgebühr von 50 € (netto).

Bezahlung: Die eigene Krankenkasse zahlt keine Tierarztkosten. Meist zahlst du direkt nach der Behandlung mit Karte oder bar. Hast du eine Tierkranken- oder OP-Versicherung, reichst du die Rechnung danach dort ein.

Tipp: Lass dir vor einer geplanten Behandlung oder OP einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben. Auch die Bundestierärztekammer empfiehlt, die Kosten vor der Untersuchung zu besprechen.

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